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Fastum Gel

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fastum Gel enthält als Wirkstoff Ketoprofen. Dieser zeichnet sich durch eine schmerzstillende und enzündungshemmende Wirkung aus. Gel kann bei Schmerzen der Wirbelsäule und Muskeln oder bei Verletzungen, wie Prellungen, auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Fastum Gel anwenden, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht aufgetragen werden.

Wie wird es angewendet?

Tragen Sie das Gel 1-3 mal täglich auf die betroffenen Stellen auf.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die häufig vorkommenden Nebenwirkungen sind:

  • lokale Hautreaktionen wie Rötungen oder Juckreiz
  • Lichtempfindlichkeit der Haut

Hier finden Sie die Liste der Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fastum Gel enthält als Wirkstoff Ketoprofen. Ketoprofen ist ein nichtsteroidaler Wirkstoff, der schmerz- und entzündungshemmend wirkt und sich über die Prostaglandinsynthesehemmung in Tierstudien als wirksam erwies.

Fastum Gel kann zur Behandlung von Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Schmerzen der Skelettmuskulatur, Schmerzen der Weichteile des Bewegungs- und Stützapparates nach Prellungen, bei Zerrungen und Verstauchungen, bei steifem Nacken, z.B. nach Sport- und Unfallverletzungen, eingesetzt werden.

 

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fastum Gel darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Ketoprofen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure oder andere Schmerz- und Rheumamittel (nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel), Fenofibrat (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfette), Tiaprofensäure, UV-Blocker oder Parfums sind
  • wenn bei Ihnen schon früher Lichtempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind
  • auf offenen Wunden, Verletzungen, Entzündungen oder Infektionen der Haut, sowie auf Juckflechte, Akne oder auf Schleimhäuten oder in Augennähe
  • im letzten Drittel der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit
  • bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren)
  • Während der Behandlung und in den ersten zwei Wochen nach Absetzen von Fastum Gel dürfen Sie die behandelten Hautstellen weder Sonnenlicht, diesigem Sonnenlicht noch einer Bestrahlung mit UV-Licht im Solarium aussetzen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fastum Gel anwenden.

  • Patienten mit Asthma, chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellungen reagieren häufiger als andere Kranke auf nichtsteroidale Antirheumatika mit Asthmaanfällen, örtlicher Haut- oder Schleimhautschwellung (Quincke- Ödem) oder Nesselsucht (Urtikaria). Bei diesen Patienten wird der Arzt Fastum Gel nur mit Vorsicht anwenden.
  • Nicht mit einem dicht abschließenden Verband anwenden.
  • Das Auftragen großer Mengen auf die Haut kann zu systemischen Wirkungen, einschließlich Überempfindlichkeit und Asthma, führen.
  • Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Fastum Gel bei Patienten mit reduzierter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion: vereinzelte Fälle systemischer Nebenwirkungen, die mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion einhergingen, wurden berichtet.
  • Brechen Sie die Behandlung mit Fastum Gel sofort ab, falls bei Ihnen eine Hautreaktion auch nach gleichzeitiger Anwendung von Octocrylen-haltigen Produkten auftritt. (Octocrylen ist ein chemisches Sonnenschutzmittel, das in verschiedenen Kosmetika und Pflegeprodukten wie etwa in Shampoos, Hautcremes, Anti-Aging-Cremes, Makeup-Entfernern und Haarsprays enthalten ist). Auch ohne Sonneneinwirkung kann es zu dieser Hautreaktion kommen.

Die Bestrahlung mit Sonnenlicht (auch diesigem Sonnenlicht) inklusive UVA-Licht im Solarium von Hautstellen, die mit Fastum Gel in Berührung kommen, kann möglicherweise schwerwiegende Hautreaktionen (Lichtempfindlichkeit) hervorrufen und muss während der gesamten Dauer der Behandlung und 2 Wochen nach Absetzen von Fastum Gel vermieden werden. Aus diesem Grund ist es notwendig die behandelten Bereiche durch das Tragen von Kleidung während der Behandlung und zwei Wochen nach Absetzen von Fastum Gel zu schützen, um das Risiko einer Lichtempfindlichkeit zu vermeiden.

  • Da das Risiko für eine Kontaktdermatitis und Lichtempfindlichkeitsreaktionen mit der Zeit steigt, darf die vom Arzt empfohlene Anwendungsdauer nicht überschritten werden.
  • Im Falle einer Sensibilisierung ist darauf zu achten etwaige Produktrückstände aus der Kleidung zu entfernen (waschen).
  • Die Hände sind gründlich und ausgiebig mit Seife und Wasser nach jeder Anwendung von Fastum Gel zu waschen.
  • Die Behandlung ist sofort bei Entwicklung einer Hautreaktion nach Anwendung von Fastum Gel abzubrechen und ärztlicher Rat einzuholen.
  • Die Arzneispezialität ist für Kinder unzugänglich aufzubewahren.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fastum Gel ist bei Kindern und Jugendlichen nicht belegt. Das Arzneimittel darf daher bei dieser Patientengruppe nicht verwendet werden.

Anwendung von Fastum Gel zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei der topischen (auf eine bestimmte Stelle des Körpers beschränkte) und bestimmungsgemäßen Anwendung sind Wechselwirkungen unwahrscheinlich. Bei großflächiger Anwendung sind jedoch Wechselwirkungen nicht völlig auszuschließen.

Erhalten Sie eine Behandlung mit Cumarinen (blutverdünnende Mittel), sollte die Anwendung von Fastum Gel genau von Ihrem Arzt überwacht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft ist die Anwendung von Fastum Gel zu vermeiden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Fastum Gel nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Derzeit sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt, jedoch ist wie bei allen Arzneimitteln Vorsicht geboten.

Fastum Gel enthält Neroliaroma und Lavendelaroma.

Dieses Arzneimittel enthält Duftstoffe mit Citral, Citronellol, Cumarin, Farnesol, Geraniol, D- Limonen und Linalool, die allergische Reaktionen hervorrufen können.

 

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zur Anwendung auf der Haut.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene tragen 1- bis 3-mal täglich ca. 5 g Gel (das entspricht einem Salbenstrang von etwa 11 bis 12 cm) auf die betroffenen Hautpartien auf und massieren das Gel ein. Das entspricht einer Dosierung von etwa 125 mg Ketoprofen pro Einzelgabe und von etwa 125 bis 375 mg Ketoprofen pro Tagesgabe.

Fastum Gel darf nicht länger als 7 Tage angewendet werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fastum Gel ist bei Kindern und Jugendlichen nicht belegt. Das Arzneimittel darf daher bei dieser Patientengruppe nicht verwendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Fastum Gel angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Gel aufgetragen haben, entfernen Sie dieses mit einem Tuch und/oder waschen Sie die betroffenen Hautstellen ab. Vergiftungserscheinungen sind beim Auftragen auf die Haut selten zu erwarten. Bei ungewolltem Verschlucken des Gels können je nach verschluckter Menge systemische Nebenwirkungen auftreten. Es kann neben Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, schmerzhafter Stuhl- oder Harndrang, Durchfall, Magen-Darm-Blutungen, bei hoher oraler Dosierung zu zentralnervösen Erscheinungen wie, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Unruhe und Verwirrtheit, Ohrensausen und Sehstörungen kommen. Sollten solche Symptome auftreten, ist dies umgehend dem Arzt zu melden.

Weitere Informationen für medizinisches Fachpersonal enthält der entsprechende Abschnitt am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Fastum Gel vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben, sondern fahren Sie wie gewohnt mit der nächsten vorgesehenen Anwendung fort.

Wenn Sie die Anwendung von Fastum Gel abbrechen

Für den Erfolg der Behandlung ist eine regelmäßige und ausreichend lange Anwendung von Fastum Gel erforderlich.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Es gab Berichte über lokalisierte Hautreaktionen, die sich in der Folge über die betroffene Hautstelle hinaus verbreiten können und in einzelnen Fällen schwer sein und den ganzen Körper betreffen können: allergische Hautreaktionen, Entzündung der Haut, Kontaktekzem, Nesselausschlag, Erythem (Hautrötung), Juckreiz, Brennen, Blasenausschlag, Lichtempfindlichkeitsreaktionen.

Andere systemische Wirkungen von nichtsteroidalen entzündungshemmenden Schmerzmitteln: diese hängen ab von der Aufnahme des Wirkstoffes durch die Haut und damit von der angewendeten Menge an Gel, der behandelten Oberfläche, dem Ausmaß der Unversehrtheit der Haut, der Behandlungsdauer und der Verwendung eines dicht abschließenden Verbandes (solche Nebenwirkungen beziehen sich auf den Magen-Darm-Trakt und auf die Niere oder können sich auch als Überempfindlichkeit äußern).

  • lokale Hautreaktionen wie Hautrötung, Juckreiz, Brennen
  • seltene Fälle schwerer Reaktionen wie Hauterkrankung mit Bläschen oder Pusteln, die sich ausbreiten oder sogar den ganzen Körper betreffen
  • allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen (zentralnervöse Beschwerden mit Schwäche- und Schwindelgefühl, örtliche Haut- oder Schleimhautschwellung, Asthmaanfälle)
  • Lichtempfindlichkeit der Haut

Längere Anwendung von Fastum Gel kann eine Überempfindlichkeit der Haut hervorrufen, in solchen Fällen sollte die Behandlung unterbrochen werden.

Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Ketoprofen, ist möglich. Bei längerer großflächiger Anwendung können Nebenwirkungen im Magen-Darm- Bereich nicht ausgeschlossen werden.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Fastum Gel

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

lokale Überempfindlichkeitsreaktionen wie Erytheme (Hautrötungen), Juckreiz, Ekzeme, Hautausschlag, Brennen der Haut

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Lichtempfindlichkeitsreaktionen mit schwerwiegenden Hautreaktionen während der Sonnenlichtbestrahlung, Blasenausschlag, Nesselausschlag, Photodermatitis mit Hautrötung, Hautschwellung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

schwere allergische Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktionen; Magengeschwür, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall; Kontaktdermatitis, brennendes Gefühl, allergische schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut; Nierenversagen oder verstärkte Nierenschwäche

Ältere Patienten sind besonders anfällig für Nebenwirkungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

 

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach Verfalldatum nicht mehr verwenden. angegebenen Monats.

dem auf dem Behältnis und dem Umkarton angegebenen Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Nach dem ersten Öffnen des Behältnisses 24 Wochen haltbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

 

Weitere Informationen

Was Fastum Gel enthält

Der Wirkstoff ist Ketoprofen. 1 g Gel enthält 25 mg Ketoprofen.

Die sonstigen Bestandteile sind gereinigtes Wasser, Ethanol, Triethanolamin, Carbomer, Neroliaroma (beinhaltet Citral, Citronellol, Farnesol, Geraniol, D-Limonen und Linalool), Lavendelaroma (beinhaltet Cumarin, Geraniol, D-Limonen und Linalool).

Wie Fastum Gel aussieht und Inhalt der Packung

Fastum Gel ist ein farbloses, nahezu transparentes Gel mit aromatischem Geruch.

Fastum Gel ist entweder in einer Tube mit 40 g Gel oder in einem Dispenser mit 50 g Gel erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

A. Menarini Industrie Farmaceutiche Riunite S.r.l.

Via Sette Santi 3, 50131 Florenz, Italien

Hersteller

A. Menarini Manufacturing Logistics and Services S.r.l.

Via Sette Santi 3, 50131 Florenz, Italien

Medizinische Information in Österreich:

A. MENARINI Pharma GmbH, Wien

Z.Nr.: 1-22361

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung kommt es bei topischer Applikation nur in seltenen Fällen zu einer Überdosierung. Bei ungewolltem Verschlucken des Gels können je nach verschluckter Menge systemische Nebenwirkungen auftreten. Es kann neben gastrointestinalen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Tenesmen, Diarrhoe, gastrointestinalen Blutungen, bei hoher oraler Dosierung zu zentralnervösen Erscheinungen kommen: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Unruhe und Verwirrtheit, Ohrensausen und Sehstörungen. Sollte dies geschehen, ist eine symptomatische und unterstützende Behandlung gemäß einer Überdosierung mit oralen Antiphlogistika angezeigt. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Im Falle eines Nierenversagens könnte Hämodialyse hilfreich sein um zirkulierenden Wirkstoff zu entfernen.

Zuletzt aktualisiert: 10.03.2021