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Vetramycin DC - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Behandlung von akuten, subakuten und chronischen Mastitiden bei Rindern in der Laktationsperiode, die durch Infektionen mit penicillinempfindlichen Bakterien wie insbesondere Streptokokken, Staphylokokken (nicht Penicillinase-bildende) oder Trueperella (Arcanobacterium) pyogenes (Sommermastitis der Färsen und jungen Rinder) verursacht werden.

 

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen, den Hilsstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile.

 

Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur intramammären Anwendung.

Vor Anwendung ist die Vorbereitung des Euters und der Zitzen durch gründliches Ausmelken, Säubern, Trocknen und Desinfizieren erforderlich.

Akute Mastitis:

1 Injektor pro erkranktem Euterviertel, bei Bedarf nach 24 Stunden wiederholen.

Subakute und chronische Mastitis:

1-2 Injektoren pro erkranktem Euterviertel.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Keine.

 

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Gelegentlich können allergische Reaktionen auftreten. Bei länger anhaltendem Blutspiegel wirkt Streptomycin schädigend auf Nerven (neurotoxisch), Nieren (nephrotoxisch) und Innenohr (ototoxisch). Dies ist aber bei der vorgesehenen Anwendungsart kaum zu erwarten.

Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist symptomatisch zu behandeln:

bei Anaphylaxie: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i. v.

bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

 

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Injektor und Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

 

Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Bei Mastitiden mit systemischer Symptomatik ist zusätzlich ein parenteral anzuwendendes Antibiotikum zu verabreichen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung von Vetramycin sollte auf Grundlage einer Empfindlichkeitsprüfung der ursächlichen Erreger erfolgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei überempflindlichen Personen kann der Kontakt mit Penicillin-Streptomycin-haltigen Präparaten allergische Hautreaktionen hervorrufen. Es ist daher anzuraten, die Hände nach der Behandlung gründlich zu waschen oder bei der Applikation Handschuhe zu tragen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Penicillin und/oder Streptomycin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Trächtigkeit:

Während der Trächtigkeit nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Laktation:

Das Tierarzneimittel ist zur Anwendung bei Rindern in der Laktationsperiode vorgesehen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von entzündungshemmenden Mitteln, fiebersenkender Mittel oder Arzneimitteln zur Behandlung rheumatischer Beschwerden (insb. von Phenylbutazon und Salizylaten) kann die Nierenausscheidung der Penicilline verzögert werden. Vetramycin sollte nicht mit bakteriostatisch wirkenden Stoffen (z.B. Tetrazykline, Sulfonamide) kombiniert werden, weil dadurch die Bakterien abtötende Wirkung herabgesetzt wird.

Gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Verabreichung von stark harntreibend wirkenden Mitteln verstärkt die möglichen nierenschädigenden Wirkungen des Streptomycins. Die gleichzeitige oder

aufeinanderfolgende Anwendung von Betäubungsmitteln und muskelentspannender Mittel kann zu Atemlähmung führen.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Es wurden keine anderen Symptome als die im Abschnitt 6. (Nebenwirkungen) angeführten

beobachtet.

Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Diese Arzneispezialität darf wegen möglicher Schädigung oder Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier nur vom Tierarzt oder nach ausdrücklicher Anweisung des Tierarztes verabreicht werden.

Zuletzt aktualisiert: 22.02.2021