Methoxasol–T 20/100 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schweine und Hühner: Detailliertes Datenblatt
Was ist es und wofür wird es verwendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Methoxasol-T 20/100 mg/ml Lösung zum Eingeben für Schweine und Hühner Trimethoprim und Sulfamethoxazol
Anwendungsgebiet(e)
Schweine: Zur Behandlung und Metaphylaxe von Atemwegsinfektionen, die durch Actinobacillus pleuropneumoniae, einem Trimethoprim- und Sulfamethoxazol-empfindlichen Erreger, hervorgerufen werden, wenn die Erkrankung im Bestand diagnostiziert wurde.
Hühner (Broiler): Zur Behandlung und Metaphylaxe von Atemwegsinfektionen, die durch Escherichia coli, einem Trimethoprim- und Sulfamethoxazol-empfindlichen Erreger, hervorgerufen werden, wenn die Erkrankung im Bestand diagnostiziert wurde.
Die Resistenz gegen potenzierte Sulfonamide kann variieren. Deshalb sollte das Arzneimittel nur unter Berücksichtigung einer Empfindlichkeitsprüfung der Erreger, die von erkrankten
Angaben auf kombiniertem Etikett / Gebrauchsinformation
Tieren im Betrieb isoliert und kultiviert wurden, oder vorangegangener Erfahrungen aus diesem Betrieb angewendet werden.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren mit einer schweren Leber- oder Nierenerkrankung, Oligurie oder Anurie.
Nicht anwenden bei Tieren mit einem geschädigten hämatopoetischen System.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Angaben auf kombiniertem Etikett / Gebrauchsinformation
AT: Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen.
Wie wird es angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Methoxasol-T wird über das Trinkwasser verabreicht.
Schweine: 25 mg pro kg Körpergewicht, entsprechend etwa 1 Liter des Arzneimittels in 500 l Trinkwasser, über einen Zeitraum von 3-4 Tagen.
Broiler: 33 mg pro kg Körpergewicht, entsprechend etwa 1 Liter des Arzneimittels in 750 l Trinkwasser, über einen Zeitraum von 3-4 Tagen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine genaue Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht möglichst genau bestimmt werden, um Unterdosierungen zu vermeiden. Die Aufnahme des medikierten Trinkwassers ist abhängig vom klinischen Zustand der Tiere. Um eine korrekte Dosierung zu erreichen, ist die Methoxasol-T- Konzentration entsprechend anzupassen.
| Wartezeit | ||
Schwein: essbare Gewebe |
5 Tage |
|
Huhn: essbare Gewebe |
6 Tage |
|
| Nicht zur Anwendung bei Hühnern, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen | ||
sind. |
||
| Besondere Lagerungshinweise | ||
Nicht einfrieren. |
||
Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses: |
12 Monate. |
|
Haltbarkeit nach Auflösen gemäß Anweisung: |
24 Stunden |
|
Nach Ablauf dieser Fristen sind im Behältnis verbleibende Reste des Arzneimittels bzw. der Lösung zu verwerfen.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis angegebenen Verfalldatums nicht mehr
Angaben auf kombiniertem Etikett / Gebrauchsinformation
verwenden.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Bei Hühnern kann gelegentlich eine verringerte Wasseraufnahme auftreten. In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Weitere Informationen
Schwer erkrankte Tiere können einen verminderten Appetit und Wasserkonsum aufweisen. Falls erforderlich, ist die Konzentration des Tierarzneimittels im Trinkwasser entsprechend anzupassen, um die Aufnahme der empfohlenen Dosis zu gewährleisten. Wird die Konzentration des Arzneimittels jedoch zu stark erhöht, geht die Aufnahme des medikierten Wassers aus Geschmacksgründen zurück. Die Wasseraufnahme ist daher - insbesondere bei Broilern - zu überwachen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren
Wegen der anzunehmenden (zeitlich, geografisch) unterschiedlichen Resistenzsituation gegen Trimethoprim/Sulfamethoxazol wird die Durchführung von bakteriologischen Probenahmen und Empfindlichkeitstests empfohlen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender
Bei der Zubereitung und Verabreichung des medikierten Trinkwassers ist jeglicher Hautkontakt mit dem Arzneimittel zu vermeiden. Während der Handhabung des Tierarzneimittels sollten undurchlässige Handschuhe (z.B. aus Gummi oder Latex) getragen werden. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Trimethoprim oder Sulfonamiden sollten bei der Handhabung dieses Arzneimittels oder der medikierten Lösung besonders vorsichtig sein. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem Wasser spülen; falls eine Reizung auftreten sollte, einen Arzt zu Rate ziehen. Im Falle einer versehentlichen Einnahme unverzüglich einen Arzt zu Rate zu ziehen. Nach Gebrauch des Arzneimittels unverzüglich Hände und kontaminierte Haut waschen.
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit, Laktation oder Legeperiode ist nicht belegt.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln / Inkompatibilitäten
Löslichkeit und Stabilität von Methoxasol-T in Trinkwasser sind pH-abhängig.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden. Nicht gleichzeitig zusammen mit anderen Tierarzneimitteln anwenden.
Überdosierung:
Eine 2,5-fache Überdosierung wird von Schweinen gut vertragen.
Bei Hühnern ist eine akute Überdosierung unwahrscheinlich, da die Vögel hoch konzentriertes medikiertes Trinkwasser nur widerwillig trinken (bei mehr als 2 l Methoxasol- T je 1000 Liter Trinkwasser ist der Geschmack zu bitter). Eine chronische Überdosierung bei Hühnern hat eine stark reduzierte Wasser- und Futteraufnahme sowie eine verzögerte Wachstumsrate zur Folge.
Zuletzt aktualisiert: 11.03.2021
