Valbazen 100 mg/ml - Suspension zum Eingeben für Rinder: Detailliertes Datenblatt
Was ist es und wofür wird es verwendet?
2. WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile:
Kaliumsorbat, Benzoesäure
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren
Valbazen-Suspension ist hochwirksam gegen adulte und juvenile Stadien zahlreicher Magen-Darm-Nematoden. Durch die ovizide Wirkung wird die Kontamination der Weide und damit die Reinfektion vermindert. Lungenwürmer (Dictyocaulus) werden als adulte (>90%) und immature Formen (bis 80%) erfasst. Gegen inhibierte, hypobiotische Larven in der Labmagen- und Darmwand (Ostertagia, Cooperia) - Ursache der Winterostertagiose (Ostertagiose Typ II) - besteht eine variable Wirkung (bis 90%). In höheren Dosierungen werden auch adulte Leberegel erfasst. Valbazen-Suspension beeinflusst das Vermehrungspotential der Egel, die bis zu 3 Wochen nach der Behandlung ausgeschiedenen Eier sind zumeist degenerativ verändert, aus ihnen schlüpft kein Miracidium. Die Wirksamkeit gegen Moniezia spp. ist schwankend, liegt aber zumeist über 90%.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender
Berührung mit menschlicher Haut und Schleimhaut vermeiden. Nach Gebrauch Hände waschen.
Das Tierarzneimittel sollte von schwangeren Frauen nicht verabreicht werden.
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Teratogene Wirkungen treten schon in niedrigen Dosierungen auf. Nicht in den ersten drei Monaten der Trächtigeit anwenden.
16. BESONDERE VORSICHTSMAßNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN ERFORDERLICH
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Leere Packungen können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte bringen Sie abgelaufene oder nicht vollständig entleerte Packungen zu einer Problemstoff-Sammelstelle oder geben Sie diese Ihrem Tierarzt zurück!
Valbazen darf nicht in Gewässer gelangen, da es eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
17. VERMERK „FÜR TIERE“ SOWIE BEDINGUNGEN ODER BESCHRÄNKUNGEN FÜR EINE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES TIERARZNEI- MITTELS, sofern erforderlich
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Für Tiere.
Rezept- und apothekenpflichtig.
18. ZULASSUNGSNUMMER(N)
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Z. Nr.: 8-00316
19. CHARGENBEZEICHNUNG DES HERSTELLERS
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Ch.-B. {Nummer}
20. GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE
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Juni 2013
Wie wird es angewendet?
Zum Eingeben.
Einmalige Verabreichung als Drench.
Bei Befall mit Magen-Darm, Lungen- und Bandwürmern 7,5 ml Suspension pro 100 kg KGW
(entsprechend 7,5 mg Albendazol pro kg KGW). Bei gleichzeitigem Befall mit erwachsenen Leberegeln (chronischer Leberegelbefall) 10 ml Suspension pro 100 kg KGW. Körpergewicht und Dosierung sollen vor der Behandlung möglichst genau bestimmt werden, um eine Über- oder Unterdosierung zu vermeiden.
9. HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG
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Vor Gebrauch schütteln.
10. GEGENANZEIGEN
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Nicht im ersten Monat der Trächtigkeit anwenden.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.
11. NEBENWIRKUNGEN
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Außer vereinzelt auftretender Verringerung der Konzeptionsrate wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.
Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
12. WARTEZEIT
| Wartezeit: | ||
| Essbare Gewebe: | Tage | |
| Milch: | Tage |
13. BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
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Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht über 25°C lagern.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Ablaufdatum nicht mehr verwenden.
14. VERFALLDATUM
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Verw. bis: {MM/JJJJ}
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: bis Ende des Ablaufdatums
Weitere Informationen
Die folgenden Punkte sollten vermieden werden, denn sie erhöhen das Risiko einer Resistenzentwicklung und könnten so den Behandlungserfolg in Frage stellen:
- zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzgruppe über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung aufgrund einer Fehleinschätzung des Körpergewichtes oder falscher Verabreichung des Tierarzneimittels.
Bei Verdachtsfällen einer klinisch relevanten Resistenz gegen Anthelminthika sollten weiterführende Maßnahmen mit Hilfe geeigneter Tests (z.B. Eizahl-Reduktionstest im Kot) durchgeführt werden. Falls die Ergebnisse auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Athelminthikum hindeuten, sollte ein Vertreter einer anderen Substanzklasse und mit einem anderen Wirkmechanismus verwendet werden.
Zuletzt aktualisiert: 11.03.2021
